Sandstatuen - Re:Levant
sandstatuen, Israel, Dan Lazar, israelischer Fotograf

Sandstatuen

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Am Samstagmorgen bin ich ans Meer gegangen, einfach so mal mit meinem Sohn. Nach der anstrengenden Woche, die ich hatte, wollte ich mir einen freien Kopf machen.

Als wir ankamen, fanden wir diese Sandstatuen vor uns. Ich weiß nicht, wer die gemacht hat und wie lange die schon dort waren.

Aber beim Anblick kam mir der Gedanke, dass die nicht nur meine Woche im Grunde verkörpern, sondern auch den Tenor der israelischen Gesellschaft widerspiegeln oder diese aufreibenden Epoche mit der Pandemie. Zudem stehen Neuwahlen (zum vierten Mal in anderthalb Jahren!) an.

Viele Gefühle kommen hoch und nicht nur bei mir, das Vertrauen in der Gesellschaft ist niedrig, Israel befindet sich in einer schwierigen Phase. Nicht nur im makro, sondern auch im mikro. Meine Eltern tun sich unglaublich schwer, die eigenen Enkelkinder nicht zu Gesicht zu bekommen und isoliert zu sein. Auch sie fühlen sich wie die Statue.

Im Grunde handelt es sich bei diesen Sandstatuen um Kunst, vergängliche Kunst. Jeder sieht etwas mit seinen eigenen Augen. Im Grunde handelt es sich bei Kunst um die Kraft der Schöpfung.

Und ich überlasse Ihnen diese Statuen, die ich am Samstagmorgen am Strand von Herzliya vorgefunden habe, einen eigenen Eindruck zu machen.

sandstatuen, Israel, Dan Lazar, israelischer Fotograf
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Dan Lazar, 42, aus Herzliya: Ein Fotograf der hauptsächlich Menschen im Visier hat. Er reist seit etwa einem Jahrzehnt durch die israelische Gesellschaft, dokumentiert sie von Nord bis Süd und bemüht sich, alle Kulturen und Gemeinschaften hier kennenzulernen: Juden, Araber und Christen, Säkulare und Religiöse und all die Vielfalt, die es gibt. Mit seiner Kunst strebt er danach, Platz für alle zu schaffen, unabhängig von Religion, Ethnie oder Geschlecht. Er hofft, dass er Israel in all seinen Farben und seiner Komplexität so präsentieren kann, wie es ist.

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