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Die letzten Sommertage wie in Pompeji?

Diese Woche gedenkt Re:Levant Fotograf Dan Lazar den noch nicht eingetroffenen Winter und teilt mit uns seine Assoziationen zu den letzten Tagen von Pompeji.

Noch immer keine Anzeichen des Winters in Israel. Ein langärmliges Hemd kann gegen Abend schon helfen, ist aber noch immer nicht zwingend, und überhaupt scheint es, als wären die Israelis sowieso nicht bereit mit dem Feiern aufzuhören 

Bald ist Mitte November. In großen Teilen Europas ist der Winter schon da, die Straßen verwaisen nachmittags recht früh, und füllen sich erst am Mittag des nächsten Tages wieder – jedoch in Israel im Allgemeinen, und besonders in Tel Aviv, hört die Feier niemals auf. Der Himmel ist noch immer hell, die Temperatur sinkt erst an den Enden des Tages ein wenig, und so sind die Bedingungen noch immer angenehm: fürs normale Leben, und die ständige Party.

Nichts kann Israelis aufhalten, auch nicht das Wetter. Wenn ich aus dem Seitenwinkel auf die „Stadt ohne Pause“, Tel Aviv, im Fall des beigefügten Bildes, blicke, kommen mir die letzten Tage Pompejis in den Sinn; nicht nur weil der echte Winter bald hier sein wird. Und ich dennoch hoffe, und dafür bete, dass die Tänze auf den Plätzen der Stadt niemals aufhören mögen.  

Aus dem Hebräischen von Patrick Samuel Goldfein

את הכתבה הזאת יש גם בעברית.

Dan Lazar, 42, aus Herzliya: Ein Fotograf der hauptsächlich Menschen im Visier hat. Er reist seit etwa einem Jahrzehnt durch die israelische Gesellschaft, dokumentiert sie von Nord bis Süd und bemüht sich, alle Kulturen und Gemeinschaften hier kennenzulernen: Juden, Araber und Christen, Säkulare und Religiöse und all die Vielfalt, die es gibt. Mit seiner Kunst strebt er danach, Platz für alle zu schaffen, unabhängig von Religion, Ethnie oder Geschlecht. Er hofft, dass er Israel in all seinen Farben und seiner Komplexität so präsentieren kann, wie es ist.

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